Literaturhinweis zu diesem Deilinghofer Pfarrer:
Pastor Alfred Ravenschlag (1911-1987). Der Deilinghofer Nachkriegspfarrer und sein Dorf,
Blätter zur Deilinghofer Kirchengeschichte, Heft 1. Im Auftrag der Gemeinde herausgegeben von F. Groth, P. Kramme, H. Vicariesmann unter besonderer Mitarbeit von M. Ravenschlag, Deilinghofen 1991 (vergriffen).

Der folgende Text mitsamt einer guten Ravenschlag-Predigt im PDF-Download (Zusammenstellung FG zu Ravenschlags 90. Geburtstag): HIER

Alfred Ravenschlags Leben im Kurzüberblick:
- geb. am 6. August 1911 in Münster
- stud. theol. in Münster; 1. theol. Examen 30. April 1936, danach Vikar in Witten
- 1937 und 1938 Besuch des Domkandidatenstifts in Berlin,
nach dem 2. theol. Examen Ordination in Münster am 13. November 1938
- Hilfsprediger in Weitmar-Mark (Bochum)
- 4. Oktober 1938 Hochzeit mit Hedwig Grote in Münster
- 4. Februar 1940 in Weitmar auch zum Gemeindepfarrer gewählt
- Soldat, u.a. in Russland (Frau Hedwig mit ältestem Sohn Traugott, der 1943 geboren wurde, nach Schlesien evakuiert)
- 1.November 1946 vom Landeskirchenamt nach der Erkrankung von Pastor Gobrecht zur Verwaltung der Pfarrstelle in der Ev. Kirchengemeinde Deilinghofen eingewiesen und mit Wirkung vom 1. Juli 1947 einstimmig zum Pfarrer der Deilinghofer Kirchengemeinde gewählt (zum 22. ev. Pfarrer nach der Einführung der Reformation im Jahr 1565)
- 11. April 1947: Gründung des Ev. Kirchenchors Deilinghofen
- Seit Anfang 1947 kam Pastor Grabsch als Aushilfspastor für den Diasporateil der Gemeinde im Balver Gebiet dazu.
- 2. Juni 1947 Geburt des zweiten Sohnes Winfried
- Herbst 1947 Kirchenrenovierung durch den Lemgoer Kirchenmaler Pahmeier, die Kirchenglocken kehrten vom Hamburger Glockenfriedhof zurück.
- 27. Mai 1951 Schenkung des Vereinshauses der Inneren Mission an die Gemeinde (nach Renovierung und Umbau war das das alte Martin-Luther-Haus)
- April 1951 Beginn der Arbeit am Kindergarten
- Seit Juni 1953 prägten die Kanadier, die hier im Camp stationiert waren, das Bild des Dorfes Deilinghofen
- 1953: Ein Teil Stephanopels kam von Deilinghofen zur Sundwiger Kirchengemeinde (bis 1953 Deilinghofer Missionsfeste in Stephanopel [vgl. dazu:
http://www.missionsfeste.stephanopel.de, da am Ende auch ein Bild von Ravenschlag - dieses ist ein Teil der Gesamtseite www.stephanopel.de])
- 1955: Balve wurde selbständige Kirchengemeinde
- Ewigkeitssonntag 1959: Einweihung der Friedhofskapelle
- 1957: Gründung des EC Deilinghofen [vgl. dazu hier]
- Advent 1963 Grundsteinlegung Kindergarten Pastoratstr. - Einweihung Mai 1965
- 1964-1966: Die große Renovierung der Stephanuskirche (Abriss der Emporen)
- 1966: Bau der jetzigen Deilinghofer Orgel
- 1. Januar 1969 Ravenschlag wurde durch den Tod seiner Frau Hedwig Witwer.
In zweiter Ehe heiratete er am 21.Oktober 1970 die Gemeindeschwester Martha Griese.
- Als 63jähriger wurde er nach 27 Amtsjahren am 30. September 1974 in den Ruhestand verabschiedet.
- 1. Advent 1975: Einweihung des neuen – in den Anfängen unter Ravenschlag entstandenen - Martin-Luther-Hauses. [Was Pfr. Ravenschlag bei der Einweihung des Martin-Luther-Hauses sagte, finden Sie
HIER]
Alfred Ravenschlag starb am 10. Januar 1987 und wurde auf dem Deilinghofer Friedhof beigesetzt