Zu den Anfängen des Eishockeydenkmals in Deilinghofen an der Europastraße  siehe diesen Link zu Pastoerchens ECD-Traditionsseite und dann dieses Video HIER (4:38 Min.).
Unten folgt der IKZ-Artikel zur Erneuerung vom 24.07.2023 (und dadrunter der IKZ-Ankündigungsartikel vom 10.05.2021)


Deilinghofen: Eishockey-Gedenkstätte neues Leben eingehaucht
IKZ, 24.07.2023, 17:02 Uhr  Lesezeit: 3 Minuten
Von Carmen Ahlers



[zum Foto:] Das neue Eishockeydenkmal erstrahlt in neuem Glanz. © Michael May

Deilinghofen. Die Eishockey-Gedenkstätte in Deilinghofen gibt es seit 2004. Jetzt aber wurde sie modernisiert. Was die Gedenkstätte jetzt ausmacht.
Seit 2004 ist die Eishockey-Erinnerungsstätte an der Europastraße in Deilinghofen ein Hingucker. Jetzt erstrahlt sie nach einer umfassenden Sanierung in neuem Glanz. Sie wurde im Rahmen der notwendigen Arbeiten zudem modernisiert und präsentiert sich nun zeitgemäß. Es war ein Prozess, der sich über mehrere Jahre hinzog, und die ECD-Recken Jörg Schauhoff, Gerd Möller, Dieter Brüggemann, Joachim Eling und Frank Lehmann sind froh, dass sie als "Denkmal-Crew" das Projekt erfolgreich umsetzen konnten.

Projektleitung mit Herzblut gemeistert
Auf Wunsch von Jörg Schauhoff hatte Frank Lehmann die Leitung des Projektes übernommen, und die Umgestaltung der etwa 30 Quadratmeter großen Gedenkstätte wurde für ihn zu einer echten Herzensangelegenheit. Er nahm Kontakt zur Hagener Werbeagentur Aliaz auf, die die Idee zu einer dynamischen Umsetzung hatte. "Ansonsten wurden alle Arbeiten von Hemeraner Unternehmen ausgeführt", berichtet Frank Lehmann.
Vor allem die Eishockey-Figuren sollten an die heutige Zeit angepasst werden. "Die bestehenden Figuren konnte man ja nicht einfach überpinseln", so Lehmann. Die 3D-Technik, die nun für die neuen Figuren angewendet wurde, sei sehr aufwändig gewesen, aber habe sich gelohnt. Mit dem Abbau der alten Gedenkstätte wurde vor zwei Jahren begonnen, um erstmal zu schauen, wie der Boden darunter beschaffen ist.

Lieferengpässe bereiten Sorgen
Beim Wiederaufbau haben Lehmann & Co sehr auf gute und geeignete Materialien gesetzt. Bei der letztlichen Umsetzung ist durch die Corona-Pandemie einiges an Wartezeit angefallen, die im Vorfeld so gar nicht eingeplant war. "Bestellungen gingen nicht wie üblich durch, es gab Lieferengpässe. Zudem sind die Materialpreise gestiegen, was uns natürlich auch Steine in den Weg gelegt hat. Wir mussten da ein paar Mal nachkalkulieren", erzählt Frank Lehmann. "Uns war es wichtig, da mal ein bisschen Pep reinzubringen. Viele Gedenktafeln haben immer noch ein bisschen was von Friedhof. Deswegen haben wir da auch ein bisschen Bewegung reingebracht und eine Spielsituation dargestellt, wo einer über die Bande springt", so Frank Lehmann.



[zum Foto:] Das neue Eishockeydenkmal mit den Figuren kommt gut an. © Michael May


Einer der Spieler, der auf der Erinnerungsstätte dargestellt wird, ist der Eishockeyprofi Leon Draisaitl.
Frank Lehmann freut sich sehr über viele Rückmeldungen von Bürgern, die vorbeifahren und staunen,was aus der in die Jahre gekommene Gedenkstätte geworden ist. Auch bei Facebook ist die Resonanz durchweg positiv. "Niemand hat sich negativ geäußert", ist Lehmann sehr glücklich.
Aktuell laufen noch die abschließenden Säuberungsarbeiten, weil ja auch das Deilinghofer Schützenfest am ersten August-Wochenende stattfindet und da viele Menschen an der Erinnerungsstätte stehenbleiben werden. Die Pflege ist generell ein Problem, da hohe Bäume angrenzen. "Die Stadt hat uns in diesem Bereich aber Unterstützung zugesagt", hofft Lehmann, dass das auch eingehalten wird.
Eine offizielle Einweihung im großen Rahmen wird nicht stattfinden, aber eine kleinere mit den beteiligten Sponsoren schon. Das "neue" Denkmal hat schließlich Kosten im fünfstelligen Bereich verursacht.
 



Frank Lehmann will das Eishockey-Denkmal modernisieren
10.05.2021, 09:30 Uhr  Lesezeit: 2 Minuten
Von Willy Schweer



Frank Lehmann (li.) löst Jörg Schauhoff als Ansprechpartner in Sachen Eishockey-Denkmal in Deilinghofen ab. © Willy Schweer

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eilinghofen. Die Eishockey-Gedenkstätte an der Stelle der früheren Eishalle in Deilinghofen soll ein anderes Gesicht bekommen.

Generationswechsel sind im Eishockey so wie in anderen Sportarten Normalität, und sie können auch erfolgen, wenn es um Erinnerungsstätten geht. In diesem Fall um das Eishockey-Denkmal in Deilinghofen, das dort, wo einst die Eishalle im kanadischen Camp stand, an die Anfänge dieser Sportart im Sauerland und an den 1959 gegründeten ECD erinnert.
Jörg Schauhoff, Mitbegründer des Vereins und langjähriger Kapitän, hat sich stets um das 2004 eingeweihte Denkmal gekümmert und auch die in letzter Zeit vorgenommenen Modernisierungsmaßnahmen begleitet. "Doch es ist Zeit, diese Aufgabe in jüngere Hände zu legen", sagt der 78-Jährige, und er ist froh, in Frank Lehmann einen tatkräftigen Eishockey-Enthusiasten gefunden zu haben. "Als Ur-Deilinghofener konnte ich schlecht nein sagen", erläutert der 58-Jährige, der seit 24 Jahren den Vorsitz bei den Eissportfreunden Griesenbrauck innehat und bereits deren 50. Geburtstag 2024 plant.

Viele Ideen zur Umgestaltung, aber Finanzierung ist unklar
Auffällig am Denkmal an der Europastraße sind die großen blauen Schilder, die nicht zuletzt die Blicke Ortsunkundiger auf sich ziehen. Die neuen Informationstafeln liefern Einblicke in die Eishockey-Historie, und an der eine Bande symbolisierenden Mauer hängen die Wappen, der bisherigen Eishockeyvereine - vom ECD bis zu den Roosters. Eigentümer des Denkmals ist die Stadt Hemer, und die kümmert sich um die Pflege. Aber Veränderungen, die mit finanziellem Aufwand verbunden sind, sind die Sache der Denkmal-Crew, wie Frank Lehmann sie nennt.
Außer ihm gehören ihr Gerd Möller, Joachim Eling, Dieter Brüggemann und auch nach dem Schritt ins zweite Glied Jörg Schauhoff an. Derzeit werden Ideen gesammelt, wie die Erinnerungsstätte umgestaltet werden kann. "Wir wollen etwas schaffen, das dann für die nächsten 20 Jahre vorzeigbar ist", sagt Lehmann. Die Figuren, mittlerweile arg verblasst, könnten weichen. An der Rückseite der Fläche wäre ein höherer Zaun denkbar, um etwa auf einem Zeitstrahl einige ECD-Stationen zu dokumentieren.
Lehmann schwebt auch mehr Lebendigkeit vor, etwa mit Skulpturen, die über die Bande springende Spieler darstellen sollen. An Ideen mangelt es nicht, das Problem ist die Finanzierung. Die Denkmal-Crew konnte bei den bisherigen Maßnahmen auf Unterstützer wie die Firma Stöwe bauen, aber bei den neuen Plänen kommen leicht 20.000 Euro zusammen. Also ist jetzt eine intensive Sponsorensuche notwendig, um auszuloten, ob sich die Vorstellungen zur Denkmal-Erneuerung auch in die Tat umsetzen lassen.